Tough Kidz – Selbstverteidigung für Kinder (Part 1)

Wenn wir von SC Int’l ein Programm für Kinder gestalten, haben wir Ansprüche an uns und somit auch an die Qualität unseres Programms Tough Kidz.

Kinder erfahren innerhalb ihres Alltags auch Aggression und Gewalt. Doch entgegen der Annahme vieler Selbstverteidigungsprogramme geht diese nicht grundsätzlich vom klischeehaften schwarzen Mann aus.

Berichten Kinder im Training von ihren eigenen Erlebnissen, so kennen sie Schulhofraufereien und das Gerangel und Bully-Verhalten auf dem Schul- oder Heimweg.

Das ein Fahrzeug neben einem Kind anhält, das Kind anspricht und versucht zu verschleppen, ist ein mögliches, aber eher unwahrscheinliches Szenario.

Das ein Kind auf dem Heimweg von einem anderen Kind zu Boden gerangelt und verbal bloßgestellt wird, ist ein wesentlich wahrscheinlicheres Szenario.

Warum immer in Extremen denken? Klar! Das extreme Szenario ist ein Schreckensbild aller Eltern und Eltern zahlen nun mal das Training ihrer Kinder und sind somit die Kunden der Trainingsanbieter. Letztendlich bekommen die Eltern durch manches Angebot ein besseres subjektives Sicherheitsgefühl und wollen wissen, dass Ihr Kind im Grundschulalter einen potentiellen Straftäter in die Flucht schlagen kann.

Wer belügt hier eigentlichen wen? Der Anbieter sich selbst, wenn er sein Produkt anbietet. Der Anbieter sich selbst, wenn er dieses Produkt unterrichtet. Die Eltern sich selbst, wenn sie mancher Werbung glauben schenken.

Sind wir an dieser Stelle einfach mal ehrlich zu und selbst. Gehen wir echt davon aus, dass Kleinkinder erwachsene Menschen in die Flucht schlagen können, wenn der Erwachsene mit voller Intensität agiert?

Oftmals sieht man das Szenario, dass ein erwachsener Mann das Handgelenk eines Kindes greift und das Kind dann diesen Griff sprengt. Respekt!

Wenn dieses immer so einfach und real wäre. Fernab von Hollywood machen wir in den eigenen Trainingshallen andere Erfahrungen.

Teilweise sind 8jährige Kinder nicht mehr körperlich in der Lage den Griff eines 11jährigen Kindes zu sprengen. Manchmal greift man nur leicht das Handgelenk eines Kindes im Training und das Kind bittet um weniger Härte, da dieses bereits sehr unangenehm sei.

Wie lassen sich diese Erfahrungen mit der Realität in Einklang bringen? Manchmal nur, wenn man objektiv an gewisse Dinge herantritt und beginnt grundsätzlich ehrliche Gedankengänge zu haben.

Andernfalls wäre es im Training mit Kindern wie im Bereich der Selbstverteidigung für Frauen zu sehen. Warum trainieren Erwachsene nicht dann auch die Vorgehensweise der Kinder? Schließlich schlagen sie damit im Kinderspiel erheblich überlegene Gegner in die Flucht.

Wir möchten hier nicht behaupten, das Selbstverteidigung für Kinder generell unsinnig ist.

Im Gegenteil, es bedarf eines reproduzierbaren Konzeptes. Alltagssituationen müssen gemeistert werden können.

…hierzu aber später mehr.

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